Archiv für Dezember 1995

Vergangenheit

Ein Beitrag zum Themengebiet Gedichte, geschrieben am 3. Dezember 1995 von jop

Vergangenheit

Manche sagen
Das man durch sie lerne
Manche sagen
Das man sie vergessen sollte
Ich lernte durch sie
Doch verletzte sie mich auch
Vergessen will ich sie nicht
Zu schön waren manche Stunden
Zu unerwünscht waren andere
Stunden die mich formten
Zu etwas was ich heute bin
Ob es gut oder schlecht ist
Vermag ich nicht zu sagen
Das wird die Zukunft zeigen
Die Vergangenheit ist etwas schönes
Etwas was dich einholt
Wenn es dir schlecht geht
Wenn es dir gut geht
Immer und überall
Man kann darüber lachen
Oder weinen
Doch eins das bleibt
Die Vergangenheit

Ich wollte Ich selbst sein

Ein Beitrag zum Themengebiet Gedichte, geschrieben am 3. Dezember 1995 von jop

Ich wollte Ich selbst sein

Ich ging
Und ging ins Nichts
Ich stand da
Und stand da nicht
Ich wollte mich fühlen
Und fühlte nichts
Ich fiel
Und fühlte nichts
Ich schlug auf
Und fühlte nichts
Ich lag da
Und fühlte nichts
Ich wollte aufstehen
Und konnte nicht
Ich wollte nicht mehr
Da sah ich Dich

Ich warte hier

Ein Beitrag zum Themengebiet Gedichte, geschrieben am 3. Dezember 1995 von jop

Ich warte hier

Lange rannte ich durchs Leben
Ohne wirklich über meine Gefühle
Und Träume nach zu denken
Nahm alles hin
Ohne zu wissen
Wieso und warum
Doch nun liege ich hier
Denke nach
Was war
Und was kommt
Denke daran
Wie schön es war
War mir Dir
Doch Du sitzt da
Nebenan
Im anderen Raum
Schaust fern
Fern von mir
Und ich liege hier
Denke an Dich
Wie schön es war
War
Ich liege hier
Denke und träume
Von Dir
Will Dich hier
Hier fühlen
Und sehen
Doch Du
Du sitzt nebenan
Weit weg von mir
Und willst nicht
Zu mir kommen
Willst nicht mich
Und ich will nicht
Zu Dir kommen
Und sagen
Bitte
Nein
Ich warte hier
Warte auf Dich
Doch Du
Du kommst nicht
Du bist allein
Allein mit Dir
Allein ohne mich
Ich liege hier
Denke nach

Und frage mich
Warum
Warum bist da
Und nicht hier
Bei mir
Ich weiß es nicht
Möchte nicht fragen
Und sagen bitte
Nein
Nicht mehr
Möchte Dich nicht drängen
Möchte Dich hier
Ich warte
Auch wenn es
Ewig dauert
Ich warte

In eine andere Dimension

Ein Beitrag zum Themengebiet Gedichte, geschrieben am 3. Dezember 1995 von jop

In eine andere Dimension

Ein Raum ohne Grenzen
Ohne Ecken und Kanten
Ohne Boden und Wände
Ein schwarzer Schein
Im weißen Licht
Eine Frau und ich
Ein Augenblick
Ein Biß der Schlange
Und die Hüllen fallen
Entfaltet sich die Frau
Und Sie und ich verschmelzen
In dem Raum ohne Grenzen
Nahe dem weißen Licht

Gedicht

Ein Beitrag zum Themengebiet Gedichte, geschrieben am 3. Dezember 1995 von jop

Gedicht

Nebelschwaden ziehen durchs Land
So süß und fein wie die Herrlichkeit
Eines Schmetterlingsfluges
Erleuchten den Tag wie ein Traum
Er scheint so wundervoll, so mild und klar
Das die Sonne scheint
Öffnet die Herzen von uns allen
Läßt Freud und Glück in uns sprießen
Wie die Herrlichkeit eines Wasserfalles
Tropfen glitzern, funkeln und strahlen
Wie die Sterne in einer Vollmondnacht
Wie der Stoff aus dem die Träume sind
Dies ist mein Gedanke, mein Traum meines Lebens
Der die Liebe als das Schönste im Leben hält

Für die Frau meines Lebens

Ein Beitrag zum Themengebiet Gedichte, geschrieben am 3. Dezember 1995 von jop

Für die Frau meines Lebens
Für die Frau meines Herzens und Seele
Für die Frau die mir zeugte
Wie und was ich war
Bin und sein werde
Für die Frau
Die Du bist
Du und nur Du

Du bist in Spanien
Du bist bei Deiner Liebe
Ich – ich bin hier
Und Du bist meine Liebe
Ich bin hier
Weit weg und doch ganz nah
Denn immerzu
Wenn ich die Augen schließe
Und in den Tag hinein sehe
Sehe ich nur Dich
Dich und nur Dich
So – daß ich glaube
Daß Du hier bist
u bist in meinem Herzen
Du bist mein Halt
Der Sinn
Warum sich das Leben lohnt
Denn Du verkörperst das Schönste
Für mich auf dieser Welt
Das Höchste
Was man erreichen kann
Was man sich wünschen
Und erträumen kann
Du bist meine Liebe

Ist der Sinn des Lebens
Nicht der
Die Liebe zu leben
Ist nicht die Liebe
Als reines solches
Das Höchste was ein Herz
Ein Leben widerfahren kann
Nicht nur das Herz
Sondern auch der Verstand
Das Tun und Handeln
Gegenüber sich selbst
Und anderen
Ist die Liebe nicht wunderbar

Doch liebe ich Dich

Ich weis es nicht – nicht ganz
Doch was ist die Liebe
Ist die Liebe nicht Hoffnung
Toleranz und Verständnis
Mehr Geben als Nehmen
Ist die Liebe nicht etwas
Was man nicht verstehen sollte
Was man nicht verstehen kann
Denn – wenn man weis
Was die Liebe ist
Ist die Liebe
Dann noch Liebe

Ist die Liebe nicht vergleichbar mit dem Glauben
Die Vorstellung eines Gottes
Ist das Höchste Ideal
Woran man glauben kann
Doch was ist „Gott“
Ist Gott nicht etwas
Was man nicht verstehen sollte
Was man verstehen kann
Denn – wenn man es weis
Glaubt man dann noch

Und die Liebe – ist die Liebe
Nicht der Glaube an dieses Ideal
Von beiden sollte man kein Bildnis machen
Denn sonst glaubt – liebt man nicht mehr
Sondern erträgt den anderen nur noch
Doch ich glaube an Dich
Dich – meine Liebe
Doch wissen tue ich es nicht
Und ich will es nicht wissen

Wissen – was weis man schon
Gibt es ja oder nein
Schwarz oder weiß
Ich weis – das ich Dich vermisse
Mich nach Dir sehne
Traurig und voller Hoffnung bin
Wenn ich an Dich denke
Was doch immer wieder ist
Vergeblich ist es Dich zu verdrängen
der versuch Dich zu vergessen
Es geht einfach nicht
Ob meine Augen geschlossen sind
Der Tag hell ist

Die Nacht dunkel
Sterne – Mond oder die Sonne scheinen
Egal die Zeit – Raum und Ort
Stehend in Massen oder allein
Alles ist gleich
Ich denke an Dich
Tag ein – Tag aus
Warte auf Dich
Wenn Du nicht da bist
Warte darauf
Das Du zu mir kommst

Die Stunden zerrinnen nur langsam
Von den Tagen ganz zu schweigen
Und die Träume und Erinnerungen
Doch ich bin glücklich
Darüber – das es Dich gibt
Das es so ist und nicht anders
Und weist Du es nun
Weis ich es
Was ich für Dich fühle

Wie es war – früher
Mit Dir – Mir
Mit uns

Weist Du noch
Als wir uns kennen lernten
Nicht das „Kennen“
Was davor war
Nein – das was uns
Und vor allen dingen mich
Betroffen und offen gemacht hat
Ich fühlte mich verzaubert
Verängstigt – klein und ganz groß
Weil ich als reines solches
Vor Dir stand
So wie man mich erschaffen hat
Rein und klar
Ohne Vorbehalte und Mauern
Voll mit Möglichkeiten

Ich bin Dir hinterher gefahren
Aus einem Gefühl heraus
Ein Gefühl – das nach mehr
Viel mehr als ich ahnte
Schrie und forderte

Ich wußte es damals noch nicht
Wie Du mein Leben veränderst
Erst jetzt fange ich langsam an
Zu verstehen
Was damals geschehen ist
Du hast mich geformt
Wie ich jetzt bin
Bin – aber nicht immer war
Du hast mich geöffnet
Die Mauern
die mich umgaben
Herunter gerissen
Du hast mich
Der Welt anschaubar gemacht
Indem Du mir Zärtlichkeiten
Und sehr viel Geduld
Entgegen gebracht hast

Weist Du noch
Wie die sonne schien
Wir standen neben unseren Rädern
Neben den Schulen
An der Kreuzung
Wo mögen wohl die Straßen hinführen
Die sich dort kreuzen
Werden sie gemeinsam
Den Weg durchschreiten
Ein wundervoller Tag
Ein Tag – den ich nie vergessen werde
Denn dies war der Tag
Der am wichtigsten
In meinen bisherigen leben
Für mich war
Der Tag
An dem ich Dich kennen lernte

Weist Du noch
Was damals geschehen ist
Wie unsere Lippen
Sich das erste mal berührten
Damals war es um uns geschehen

Weist Du noch
Als Du mir das erste mal sagtest
Daß Du mich liebst
Ich war erschrocken – bestürzt
Mir war auf einmal klar

Was das Wort Liebe bedeuten kann
Es war eine vollkommen neue Welt
Die sich mir da
In wenigen Augenblicken offenbarte
Mit ungeahnten Horizonten
Möglichen Wirklichkeiten
Und tiefsten Abgründe
All das auf einmal
Hat mich fast erschlagen

Bin ich so
Das ich der Richtige bin
Bin für Dich – bin ich so stark
Wie du glaubtest
Bin ich das – ich war es nicht

Zeit der Reife und Einsicht
Hatte ich nun genug
Jetzt weis ich es
Was das Wort Liebe
Für zwei Menschen
Wie Du und ich es sind
Bedeutet
Und dies gibt mir Stärke genug
Doch nimmst Du mich noch an

Das Gespräch – das wir führten
Bei mir am langen Tisch
Da warst Du sehr offen
Sehr direkt – was mich betroffen
Aber auch bereit gemacht hat
Du hast mir damit gezeigt
Wie wichtig Du mir bist
Und was es bedeutet
Dich zu verlieren

Dich zu verlieren
Verlieren – ein Wort
Daß das alles beinhaltet
was das bedeuteten kann
Gibt es gar nicht
Außer
Dieses Wort bist Du
Alles – Freude und Glück
Alles – was irgend einen Sinn hätte
Würde ich verlieren
Und es würde eine gähnende Leere

Voller Verzweiflung
Ein dauerndes Sehnen nach Dir
Mich beherrschen
Ich wäre nur noch ein Schatten
Meiner selbst
Der immer kleiner würde – um dann
Sehr bald ganz zu verschwinden

Doch Du
Was fühlst Du
Was bringst Du mir entgegen
Sind Deine Gefühle so stark
Um mich in all den Jahren
Die noch kommen werden
Zu ertragen
Als Deinen Partner für das Leben
Zu betrachten und anzuerkennen
Mit mir Glück und Unglück zu teilen
Ob Du genauso für mich
Wie ich für Dich
Immer da bist
Sind sie so

Das Leben kann so wunderbar sein
So wunderbar schön
Wenn man etwas hat
Woran man glauben kann
Und ich glaube an Dich
An die Zukunft
Die wir beide haben
Es wird zwar Hochs und Tiefs geben
Aber immer
Immer
Wird es uns geben
Uns – die wir uns lieben

Einfach oder schwer

Ein Beitrag zum Themengebiet Gedichte, geschrieben am 3. Dezember 1995 von jop

Einfach oder schwer

Ich sehe gerade aus
Oft der einfachste Weg
Jemanden aus dem Wege zu gehen
Ich sehe nicht hinüber
Und denoch sehe ich Dich
Ich rede mir ein
Es ist vorüber
Doch Du bist immer noch da
Ich rufe Dich nicht an
Und dennoch höre ich
Deine Stimme ganz nah
An meinem Ohr
Ich rede mir ein
Daß ich nichts mehr fühle
Und doch fühle ich Deinen Blick
Auf mich ruhen
Du bist immer da
Da wo ich gerade bin
Eine ständige Begleiterin
In meinem Gefühlsleben
Und das gibt mir das Gefühl
Der Zweisamkeit
Ich möchte Dich nicht missen
Obwohl Du nur ein Trugbild
In meinem Kopf bist
Entsprungen aus meinem Herz
Vieleicht heilt die Zeit
Auch die Wunde
Die zwischen uns ist
So daß Du Wirklichkeit wirst

Dein… oder Ich liebe Dich

Ein Beitrag zum Themengebiet Gedichte, geschrieben am 3. Dezember 1995 von jop

Dein… oder Ich liebe Dich

Dein Geist
Verzaubert mich
Deine Augen
Verhexen mich
Dein Charme
Erschlägt mich
Deine Beine
Umschlingen mich
Deine Arme
Umfassen mich
Dein Mund
Küßt mich
Dein Witz
Erheitert mich
Deine Stimme
Erleichtert mich
Dein Lachen
Erfüllt mich
Dein Geruch
Betört mich
Deine Haut
Erweicht mich
Deine Sorgen
Berühren mich
Deine Probleme
Löse ich
Deine Wünsche
Erfülle ich
Deine Fragen
Beantworte ich
Dich
Begehre ich

Abschiede

Ein Beitrag zum Themengebiet Gedichte, geschrieben am 3. Dezember 1995 von jop

Abschiede

Allein schon dieses Wort
Zwei in einem
Und doch eins
Erst das ab
Wie weg
Abgeschnitten
Getrennt von dem
Zudem es gehört
Und dann das scheiden
Sich scheiden lassen
Sich trennen
Wie wenn man
Einen Weg entlang geht
Und oder um dann
Sich an einer Weggabelung
Zu trennen
Sich von seinem bisherigen Leben
Zu verabschieden
Sich nicht wieder sieht
Entzwei
Jeder für sich allein
Auf sich gestellt
Allein mit sich
Mit seinem Gewissen
Problemen und Fragen
Keine Antworten
Keine Hilfe
Von diesem einem Menschen
Von dem man sie gerade
Am wichtigsten braucht
Man sie zu hören erträgt
Und sie auch befolgt
Nur von diesem einem Menschen
Der so viel für einen bedeutet
Doch nun an dieser Weggabelung
Sind sie getrennt

Verschieden ist das Wo
Das Wie und Wann
Das Warum oder Weshalb
Es ist einerlei
Abschied
Bedeutet Schmerz und Tränen
Bedeutet Verkümmerung
Des einen und des anderen
Da sie sind getrennt
Einen langen Weg gegangen
Über so manche Steine gestolpert
Und auch oft hingefallen
Dennoch immer wieder
Zusammen aufgestanden
Sich geholfen
Wieder Mut gegeben
Und das ist nun alles vorbei
Die schöne Zeit
Abschied
Man wollte so vieles sagen
Vieles miteinander tun
Doch nun
Man kann es nicht
Alles auf einmal
Zusammen geballt in einem
Es dem anderen sagen
Was will man da schon sagen
Was kann man da schon sagen
Und wie
Es verschlägt einem die Sprache
Macht einen stumm
Die schönen Augenblicke
Die man zusammen verlebt
Und erlebt hat
Fallen einen ein
Machen einen traurig
Da man sie nicht fassen kann
Den anderen mitteilen kann
So geht der Abschied vorüber
Und schmerzt nur noch mehr
Da man es nicht sagen konnte
Was man fühlte
Was der andere für einen bedeutet
Dann sitzt man da
Denkt nach
Versucht sich wieder
Auf die Reihe zu bekommen
Und scheitert kläglich
An diesem Versuch
Wartet bis die Zeit vorüber geht
Wartet auf ein Wiedersehen
Warte auf Dich