Eine Flasche
Eine Flasche
Ein flacher Hals
Ein dicker Bauch
Arme
Und Beine verkrüppelt
Verengt
Verwachsen
Zum Nichts
Nicht mehr vorhanden
Da sie nicht mehr
Notwendig sind
Halt eine Flasche
Zu nichts mehr zu gebrauchen
Nur noch zum Verbrauchen
Zum nicht Gebrauchen
Zum Dahinstellen im Regal
Das sie nicht beachtet werde
Zum Werfen
In den Müll
Zum Verbrauchen
Den Saft der Flasche zu trinken
Sie zum inhaltslosen Geschöpf zu machen
Um den Flaschenpfand zu kassieren
Zum Verschütten
Des Inhaltes
In den Dreck
Auf den Dreck
Dieser Welt
Zu dem Gemacht
Was sie ist
Der Schein
Den sie macht
Im richtigen Licht
Nicht wahr genommen
Verborgen in ihr selbst
Ist das was sie
Es
Wer oder was
Sie ist
Enttäuschen
Kann sie nicht
Zu dem gemacht
Was sie ist
Täuschen
Das kann sie
Sie ist halt das
Was sie ist
Nicht daran gedacht
Was sie sein könnte
So kann sie
Zur Flasche gemacht
Dennoch mehr sein
Als eine Flasche
Kann ein Leben
Erst möglich machen
Es bereichern
Es schützen
Oder erst zu dem machen
Was es sein sollte
Ein Leben
Alles durch eine Flasche
Das Innere gut versteckt
Verborgen in ihrem Flaschengewand
Die gläsernen Mauern
Sind dennoch auch
Zum Aufbrechen
Nicht nur zum Zerbrechen
Doch Vorsicht
Nicht daß
Das Innere im Sande versiegt
Versiegt durch das Unwissen
Anderer Gefühle
Oder an der Ungewißheit
Der eigenen
Die Flasche
Die sie vorher war
Ist sie nun nicht mehr
Die Gedanken
Gefühle
Die Taten
Zudem sie fähig ist
Sind nun freier und doch gebunden
Gebunden an ihre Vergangenheit
Und dennoch
Ihr Inneres
Das so lange eingekerkert
Verschollen
In den Tiefen
Der immer schwarzen Nacht war
Ist nun befreit
Und bereit aus den Schatten
Des gläsernen Gefängnisses zu treten
Um das zu sein
Was sie eigentlich
Schon immer war
Und ist
Aber nicht immer wußte
Doch ganz allein
Ohne schützende Hände
Die sie umgeben
Ist sie wieder verloren
Ist sie wieder eine Flasche
Wie jede andere auch