Die Unbekannte II.
Ein Beitrag zum Themengebiet Gedichte, geschrieben am 22. Februar 1995 von jopDie Unbekannte II.
Es war wieder so ein Tag
Wo ich nicht wußte
Ob ich aufstehen sollte
Oder es besser sein lassen sollte
Es regnete in Strömen und es war bitter kalt
Also drehte ich mich noch einmal um
Und versuchte einen letzten Blick
Auf Die wunderbare Frau zu werfen
Von der ich geträumt hatte
Aber es war schon zu spät
Die Welt hatte mich wieder
Na schön – dachte ich mir
Was sollt’s – Ich stand auf
Frühstückte schnell
Und spülte mit Kaffe mächtig nach
Und so ging ich hinaus in die Welt
Der Bus – der mich in die Stadt brachte
War so voll wie immer
Aber das machte mir nichts mehr aus
Die Leute schwatzten wieder mal das Gleiche
Frau Meier hatte Ihre Haare wieder in Rot
Nun – steht Ihr auch besser als Blond
Kurz darauf wurde ich in meinen Gedanken
Rüde unterbrochen
Ich war am Ziel und mußte aussteigen
Oder ich wäre daran vorbei gefahren
Mein Mantel schütze mich kaum
Vor diesem bitteren Regen
Und so beeilte ich mich
In das Gebäude zu kommen
So aufgeweicht wie ich war
Erklimmte ich die zahlreichen Gänge
Meine Schritte hallten und verursachten
Dieses bekannte Gestapo Geräusch
Aber das machte mir auch nichts mehr aus
Endlich hatte ich das Büro gefunden
Mit einem schnellen Druck
Machte ich die Tür auf
Und ging hinein – Da stand ich nun
Und da stand Sie
Die Frau – das Unbekannte
Dieses Wesen – von der ich geträumt hatte
Und ich Idiot
Ich schüttelte mein schütteres Haar
Das es nur so schneite
Genauso wie draußen in der Welt
Aus der ich gerade kam
22.02.1995, 23.10 Uhr, Saarbrücken