Schmerzende Lust

Das was wir mögen
Das an was wir uns lehnen
Was uns schwelgen
Und träumen läßt
An das wir uns erinnern
Auch wenn es lange her ist
Wonach wir uns sehnen
Was so selten ist
Daß wir uns daran erwärmen können
Daß wir ihm nachtrauern
Dem schönen Seltenen
Das uns widerfährt
Eine Zärtlichkeit – Ein Lob
Daß was uns trifft
In unserer Zeit
Des Alleinseins
Wonach wir
Nach mehr schreien
Und es ungehört bleibt
Daß wir schreien
Wenn wir es nicht bekommen
Und noch mehr und lauter
Wenn es erhört wird
Steigern wir uns
In unsere Erinnerungen
Und laben uns daran
Daß wir uns den Mund verbrennen
Durch den Schmerz erwacht
Erkennt man das schöne Seltsame daran
Daß es gerade so selten ist
Daß es uns auffällt
Wenn wir es vermissen

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