Des Lebens blind
Auf einem Wege
Im ländlichen Gebiet
Gehe ich langsamen Schrittes
Dem Untergang des Tages entgegen
Sehe noch die Ruinen
Der vergangenen Zeit
Am Wegesrand liegen
Geflecht und vereinzelt Gestrüpp
Ränken sich um die Steine
Im dem letzten Licht des Tages
Gehe ich meinen Weg
Und sehe die Trümmer
Meiner Vergangenheit
Die Nacht
Der Mond und die Sterne
Sind noch nicht aufgegangen
In diesem Dämmerlicht
Setze ich einen Fuß
Vor dem anderen
Und hänge meinen Gedanken nach
Ohne deren Sinn zu verstehen
Wandle ich durch dieses Tal der Natur
Und lasse mich schließlich
Von der Dunkelheit der Nacht
Gefangen nehmen
Nur das schwache Licht
Der Himmelsgestirne
Ist mir zur Hilfe und leitet mir den Weg
Verloren in Gedanken
Verloren in Träumen
Unwissend des neuen Gebietes
In dessen ich gelang
Nicht sehend
Die Wunder der Natur
In diesem schönen Land
Wandle ich im Dunkel meines Weges
Mein Leben lang
19.04.1994, 20.30 Uhr, Munster, nach dem Buch von G. Sand „ Jeanne“